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Assam

Provinz im Nordosten Indiens mit tropischem Klima. Dieses größte zu-sammenhängende Tee-Anbaugebiet der Welt, liefert etwa die Hälfte der indischen Teeproduktion. Die kräftigen würzigen Tees vertragen sich auch mit hartem Wasser und bilden die Basis für zahlreiche Schwarztee Mischungen.



Aufbewahrung

Lagern Sie Tee luftdicht, lichtgeschützt und trocken in einem gut ver-schließbaren Gefäß, nach Möglichkeit nicht in der Nähe von anderen Produkten mit starkem Aroma (z.B. Kaffee, Kräuter, Gewürze). Ein wirkliches Verfalldatum gibt es für den Tee nicht, jedoch läßt das Aroma nach einem Jahr nach.



Autumnal

Tees aus den Herbsternten in Assam und Darjeeling; blumiges Aroma.



Broken

Tees, deren Blätter durch Rollen oder maschinelles Schneiden zerkleinert sind - ergiebiger als Blatt-Tees.



Camelia

Botanischer Name des Teestrauchs aus der Familie der Kamelien.



Ceylon

Insel im Süden Indiens, heute bekannt als Sri Lanka - drittgrößter Teepro-duzent der Welt.



China

Heimat der Tees und Teekultur, zweitgrößter Teeproduzent; aus China kommt vorzugsweise grüner Tee, aber auch schwarzer Tee sowie der halbfermentierte Olong.



CTC-Tee

moderne mechanische Teeherstellungsmethode, nur in Brokensortierung vorzufinden. Crushing=zerkleinern, Tearing=zerreißen, Curling=rollen.



Darjeeling

nordindischer Teedestrikt in den Himalaya-Vorbergen (1000 - 2400 m hoch), Darjeelings gehören zu den besten Tees überhaupt.



Dust

kleinste Aussiebung bei der Teesortierung, besonders ergiebig und gerb-säurehaltig.



End of Seasons

letzte Teepflückung im November, steht dem second-flush Tee in Qualität weit nach.



Fannings

zweitkleinste Sortierung, werden vor allem für Teebeutel verwendet.



Fermentation

Oxidationsvorgang bei der Teeherstellung, bei dem der Gerbsäuregehalt verringert wird, nur bei Schwarztees und halbfermentierten chin. Olong.



First Flush

die erste Ernte nach dem Frühjahrsmonsunregen in Nordindien; gepflückt werden nur die zarten hellgrünen Blattspitzen, Erntezeit: März - Mai.



Flavour

Fachbezeichnung für das angenehme Aroma, den Duft eines guten Tees, besonders für Hochlandtees.



Flowery

beschreibt die zarten und feinen "im Aufblühen" begriffenen Blattanteile.



Gerbsäure

wichtiger Teebestandteil, wirkt beruhigend auf die Magen- und Darm-schleimhäute.



Grüner Tee

unfermentierter Tee, herber als Schwarztee.



Highgrown

in über 1300 m Höhe gewachsener Ceylon Tee (auch Hochlandtee ge-nannt)



In-between

Erntezeit: Mai zwischen first- und second-flush, mildes und spritziges Aroma.



Orange

steht für die "königliche" Qualität des ganzen, großen Teeblatts, nach dem niederländischen Haus Oranien benannt.



Pekoe

bezeichnet den Sortierungsgrad aus etwas kürzeren und gröberen Blät-tern als Orange Pekoe.



Die Produktion von grünem Tee

Beim grünen Tee ist keine Fermentation erwünscht, daher wird bei den feinsten Sorten auch auf das Rollen verzichtet. Das frische ungewelkte Teeblatt wird über einem Wasserdampfbad aufgeschlossen, kurz in kal-tem Wasser abgeschreckt und sofort zum Trocknen weitergeleitet. So bleiben alle wertvollen Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Teein, Tannin etc. fast unbeschadet.




Die traditionelle Produktion von Schwarztee

  1. Welken, ca. 13 - 18 Std.: Die frischen Teeblätter werden in der Teefabrik auf Siebtrögen unter Schattendächern angewelkt. Da-durch wird der Oberflächenwiderstand des Blattes schwächer.
  2. Rollen, ca. 30 Min.: Die vorgewelkten Teeblätter drehen sich auf einem horizontal rotierenden "Roler Tablett", das den Rollefekt mit-tels Deckeldruck verstärken kann. Jetzt werden die inneren Zell-strukturen gebrochen und der Gärprozeß beginnt.
  3. Fermentation, ca. 2 - 3 Std.: Die gerollten Teeblätter werden nun zu fermentieren ausgebreitet. Das ständig überprüfte Gärraumklima wird durch den Einsatz von Ventilatoren und Wassersprühern be-stimmt. Die Teeblattfarbe wechselt von dunkelgrün auf Kupferrot.
  4. Trocknen, ca. 20 - 25 Min.: Der oxidierte Tee wird nun durch riesige Heißlufttrockner befördert. Bei 85 - 90 Grad Celsius wird der kupfer-rote Zellsaft des Teeblattes eingedickt und der trockene Roh-Tee verläßt schwarzgefärbt den Trockner.
  5. Sortieren: Mit mechanischen Rüttelsieben kann man nun den schwarzen Rohtee in die handelsüblichen Sortierungen einordnen.



Schwarztee

fermentierter Tee, dessen Blätter während der Fermentation rot und durch die Trocknung schwarz werden.



Second Flush

Erntezeit von Mai bis Ende Juni; Tees dieser Pflückung sind hocharoma-tisch und vollmundig im Geschmack.



Sikkim

Indischer Bundesstaat im östlichen Himalaya; liefert Darjeeling verwandte Tees in sehr geringen Mengen.



Sortierungen

Blatt-Tee
SFTGFOP1: Special Finest Tippy Golden Fowery Orange Pekoe 1
FTGFOP: Finest Tippy Golden Flowery Orange Pekoe
TGFOP: Tippy Golden Flowery Orange Pekoe
GFOP: Golden Flowery Orange Pekoe
FOP: Flowery Orange Pekoe
OP: Orange Pekoe
BOP 1: in Ceylon kleinblättriger Blatt-Tee

Broken-Tee
TGBOP 1: Tippy Golden Flowery Orange Pekoe1
GFBOP 1: Golden Flowery Broken Orange Pekoe 1
FBOP: Flowery Broken Orange Pekoe
BOP: Broken Orange Pekoe
BOP 1: Broken Orange Pekoe 1- in Sumatra
BP: Broken Pekoe

Fannings and Dust
BOPF: Broken Orange Pekoe Fannings
OF: Orange Fannings
F: Fannings
D: Dust(Staub)




Der Teestrauch

Vielfältige Kreuzungen (Hybriden) zwischen dem robusten chinesischem Teestrauch camelia sinensis und dem wärme liebenden indischen Tee-strauch camelia assamica ermöglichen uns eine Fülle verschiedener Tees, wobei Höhenlage, Klima und Bodenbeschaffenheit des Anbauge-bietes und die Qualität der Tees entscheidend beeinflussen.




Teein

anregender Bestandteil des Tees; gleichbedeutend mit dem Koffein des Kaffees, fördert Konzentrations-und Reaktionsfähigkeit.



Tip

mit zarten Härchen besetztes Hüllblatt der Teeblattknospe, im schwarzen Tee als goldgelber Bestandteil erkennbar.



Tipy Golden

steht für einen hohen Anteil an feinen Teeblättern, an denen heller Flaum haftet, der auch nach der Fermentation erhalten bleibt und den beim Rol-len austretenden, karamelisierten Zellsaft bildet.



Zubereitung

Damit sich Tee optimal entfalten kann, empfehlen wir Ihnen folgende Zu-bereitung im Teefilter: Tee in den Filter einfüllen, frisches Wasser zum kochen bringen und sofort sprudelnd über den Tee gießen.

Schwarztee

Je Tasse einen Teelöffel Tee, für 1 Liter etwa 10 - 12 g Blatt-Tee; soll der Tee anregend wirken, lassen Sie Ihn 3 Minuten ziehen, bei beruhigender Wirkung 5 Minuten (bitte nicht länger ziehen lassen, da er sonst bitter schmeckt).

aromatisierter Schwarztee
1 gehäufter Teelöffel pro Tasse und maximal 3 Minuten ziehen lassen.

Früchte- und Kräutertee
Nehmen Sie 1 gestrichenen Eßlöffel pro Tasse, 8 - 10 Minuten ziehen lassen.

Grüntee
frisch abgekochtes Wasser ca. 2 Minuten abkühlen lasssen, den Tee übergießen und 2 Minuten ziehen lassen; von Grüntee-Raritäten können Sie bis zu 7 Aufgüsse machen.

Mate-Tee
1 gehäufter Teelöffel pro Tasse, 5 Min. ziehen lassen, kalt oder warm trinken



Zucht und Ernte von Schwarztee und grünem Tee

Um immer eine gleichbleibend hohe Qualität zu erzielen, werden Klone aus Mutter-Teesträuchern gezogen. In den wärmeren Klimazonen, wie z.B. in Assam/ Indien pflücken meist Frauen das ganze Jahr über alle 14 Tage und zwar immer nur die obersten, frischen Triebe (Two leafs and a bud). In kühleren Höhenlagen des Himalayas, wie z. B. in Darjeeling wird von März bis Anfang Dezember geerntet.


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